Von einem Genfer KMU, das mit einem Rechenzentrum 6’000 Wohnungen heizt, bis zum dreiköpfigen Sarner Scale-up, das Methanleckagen in Echtzeit lokalisiert: 30 Unternehmen aus unterschiedlichsten Branchen sind für den achten Green Business Award nominiert und beweisen, dass sich Nachhaltigkeit auch wirtschaftlich lohnt. KMU und Scale-ups werden erstmals getrennt ausgezeichnet.

Der Green Business Award wird zum achten Mal verliehen. Erstmals spiegelt sich die Vielfalt der nominierten Unternehmen auch in der Award-Struktur wider: In der Kategorie KMU werden Unternehmen ausgezeichnet, die ihr bestehendes Geschäftsmodell konsequent in Richtung Klimaschutz transformiert haben. Die Kategorie Scale-up prämiert junge Unternehmen, die mit neuen Technologien Nachhaltigkeit von Grund auf als Geschäftsmodell denken. «Wenn die Wirtschaft wirklich Teil der Lösung sein soll, brauchen wir beide: die disruptiven Technologien der Scale-ups und die Breite etablierter Unternehmen, die ihr Geschäftsmodell transformieren», sagt Cédric Habermacher, Direktor von Green Business Switzerland.
So vielfältig ist die SchweizerWirtschaft
Die Bandbreite der nominierten Lösungen zeigt, wie weit Nachhaltigkeit als Geschäftsmodell bereits verbreitet ist. Die Infomaniak Network SA aus Genf speist die Abwärme ihres Rechenzentrums ins Fernwärmenetz ein – genug für 6’000 Wohnungen im Winter – und erschliesst damit eine neue Einnahmequelle aus Infrastruktur, die ohnehin läuft. Die JURA Materials AG ersetzt im Zement energieintensiven Klinker durch lokalen Schweizer Ton: tiefere Emissionen, tiefere Importabhängigkeit, tiefere Produktionskosten. Textilcolor AG steigert mit einem neuen Nachseifmittel die Produktionskapazität und senkt gleichzeitig den CO2-Ausstoss um 56 Prozent. Bei den Scale-ups macht SensorX Solutions Methanleckagen in Echtzeit sichtbar – und hilft Energieunternehmen, teure Verluste zu vermeiden. Novamem AG senkt mit einer neuen Membrantechnologie die Stromkosten bei der Produktion von grünem Wasserstoff. «Die Rettung unseres Planeten ist kein Wohltätigkeitsprojekt, sondern das Geschäftsmodell der Zukunft», sagt Doris Leuthard, Alt-Bundesrätin und Jurypräsidentin des Green Business Award.
Jury, Prozess und Vergabe
Der Auswahlprozess für den Green Business Award erfolgt in einem einzigartigen, mehrstufigen Verfahren. Nachdem rund 40 Partnerorganisationen des Awards – etwa Economiesuisse, Swisscleantech, Swissmem oder der WWF – ihre Nominationen eingereicht haben, wählt eine Vorjury pro Kategorie die drei besten Lösungen aus. Die Finalisten präsentieren ihre Lösung mit einem Pitch vor der Hauptjury unter dem Präsidium von Doris Leuthard.
pd
Die Gewinner werden an zwei Anlässen bekannt gegeben:
Kategorie KMU: 3. September 2026, Maillot Vert Sommerfest, Luzern
Kategorie Scale-up: 12. Februar 2027, Impact Circle Event, Gstaad




